Klimaschutz und Sanierungsquote: Viel beschworen, aber umstritten

Eine effiziente Energienutzung in Gebäuden ist notwendig, um die Klimaschutzziele zu erreichen, darüber sind sich alle einig. Wie erfolgreich staatliche Förderprogramme sind, ist jedoch umstritten. Die Anzahl der energetisch ­sanierten Wohngebäude ist höher als angenommen, meldet der Verband Haus & Grund: Private Eigentümer investieren kleinteilig und bezahlen oft aus ­eigenen Mitteln. Deren Investitionen würden nirgendwo erfasst.

Die Investitionen in energetische Sanierungen seien gesunken, berichtet dagegen das ­Institut der deutschen Wirtschaft und empfiehlt eine Vereinfachung der bundesweit 3.350 Förderprogramme. Die aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in 14 EU-Ländern zeigt unterschiedliche ­Ergebnisse, die unter anderem davon abhängen, ob sich die Sanierungskosten auf die Mieter umlegen lassen oder nicht. Für Immobilienkäufer wird der ­energetische Zustand des Objekts indes unwichtiger. Nur noch für 57,3 Prozent ist die Energieeffizienz wichtig, im Vorjahr waren es noch 62,8 Prozent gewesen.

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