Sozialwohnungen gegen Wohnungsengpass?

Fachleute sind sich nicht einig, ob ein größerer Bestand an kommunalen Wohnungen den engen Wohnungsmarkt entspannen könnte. Die Bundesregierung bereitet eine Änderung des Grundgesetzes vor, um den sozialen Wohnungsbau stärker unterstützen zu können. Eine Befragung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung unter 1.400 Kommunen zeigt, dass eigene Wohnungsbestände für Städte, Gemeinden und Landkreise ein wichtiges wohnungspolitisches Lenkungsinstrument sind. Das Institut der deutschen Wirtschaft empfiehlt hingegen den Verkauf der noch übrig gebliebenen kommunalen Bestände. In der derzeitigen Marktlage lohne sich das, denn manche Großstädte könnten sich damit auf einen Schlag entschulden. Die unterschiedlichen Meinungen orientieren sich offensichtlich entlang der Linie zwischen sozialer und freier Marktwirtschaft.

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